Remote Jobs & Co.: Jobtitel, die Bewerber suchen
Remote Jobs, Quereinsteiger, Social Media: was Bewerber bei Google wirklich eingeben – und was Arbeitgeber daraus für Stellentitel und Anzeigen lernen.
Eine Stellenanzeige wird nur gelesen, wenn sie gefunden wird. Und gefunden wird sie mit den Worten, die Bewerber tatsächlich eintippen – nicht mit den Bezeichnungen, die intern auf dem Organigramm stehen. Die Suchdaten aus Deutschland zeigen ziemlich genau, wie diese Worte lauten. Wie es nach dem Titel weitergeht, zeigt der Recruiting-Ablauf für kleine Unternehmen.
Was Bewerber eingeben
| Suchbegriff | Suchen pro Monat |
|---|---|
| remote jobs | 135.000 |
| work from home jobs | 60.500 |
| marketing jobs | 60.500 |
| social media jobs | 60.500 |
| quereinsteiger jobs | 18.100 |
| jobs quereinsteiger | 8.100 |
| customer service and | 6.600 |
| hr manager | 6.600 |
| resource hr | 6.600 |
| recruitment recruiter | 5.400 |
| social media manager jobs | 3.600 |
| social media supervisor jobs | 2.900 |
Bei den Suchen nach Stellen blendet Google laut Semrush-Daten seine eigene Jobsuche ein – eine Liste von Stellenangeboten direkt im Suchergebnis. Wer dort erscheinen will, braucht Anzeigen, die über Jobbörsen oder mit passenden strukturierten Daten auf der eigenen Karriereseite ausgespielt werden.
Fünf Lehren für Ihre Stellenanzeige
1. Der Arbeitsort ist ein Suchbegriff
Mit 135.000 Suchen im Monat ist „remote jobs“ die größte Zahl in dieser Liste, und auch Work from Home Jobs kommen auf 60.500. Wenn eine Stelle ganz oder teilweise ortsunabhängig ist, gehört das in den Titel oder mindestens in das Feld für den Arbeitsort. Auf LinkedIn steuert genau dieses Feld einen der meistgenutzten Filter – mehr dazu im Leitfaden Stellenanzeige auf LinkedIn schalten.
2. Quereinsteiger ausdrücklich ansprechen
Beide Wortfolgen werden gesucht, zusammen gut 26.000-mal im Monat. Wer Menschen aus anderen Berufen eine Chance gibt, sollte das im Titel sagen: „Servicetechniker (m/w/d) – auch für Quereinsteiger“ wird gefunden, eine Anforderungsliste mit fünf Jahren Branchenerfahrung schreckt genau diese Zielgruppe ab. Quereinsteiger-Jobs sind eine Zielgruppe, keine Notlösung.
3. Englische Titel sind normal
Ob HR Manager, Customer Service and Support Specialist oder Social Media Manager: Viele Rollen werden auch in Deutschland mit englischem Titel gesucht. Das gilt sogar für eher holprige Eingaben wie „resource hr“ oder die doppelte Formulierung „recruitment recruiter“ – Suchende tippen, wie sie denken, nicht wie ein Stellenplan aussieht.
4. Spezifisch schlägt allgemein – aber mit weniger Konkurrenz
Social-Media-Jobs im Allgemeinen werden über 60.000-mal im Monat gesucht, der Social Media Manager als konkrete Rolle deutlich seltener, der Supervisor noch seltener. Ein präziser Titel erreicht weniger Menschen, aber die richtigen – und konkurriert mit weniger Anzeigen.
5. Die Branche mitdenken
Allgemeine Suchen nach Marketing-Stellen sind riesig und entsprechend umkämpft. Ein kleines Unternehmen gewinnt dort eher über eine klare Beschreibung der Aufgabe als über Reichweite. Wie ein Titel und ein Anzeigentext aufgebaut sein sollten, zeigt der Leitfaden Stellenanzeige texten.
So machen wir es selbst
Auf unserer eigenen Karriereseite trägt jede Stelle den Arbeitsort als Kennzeichnung – Remote, Hybrid oder vor Ort. Die Frage „Kann ich das von zu Hause machen?“ ist damit beantwortet, bevor jemand sie stellen muss.
Wenn die Bewerbungen kommen
Eine gut gefundene Anzeige erzeugt vor allem eines: Arbeit. Bewerbungen, Rückfragen zu Gehalt, Arbeitszeit und Remote-Anteil, Terminabstimmungen. Die LinkedIn-Integration von Yura erfasst eingehende Bewerbungen, beantwortet wiederkehrende Fragen aus Ihren Vorgaben und schlägt Gesprächstermine aus dem Kalender vor. Die Auswahl der Kandidaten bleibt bei Ihnen.
Häufige Fragen
Sollte ich „Remote“ in den Stellentitel schreiben?
Wenn die Stelle tatsächlich ortsunabhängig ist, ja – oder zumindest in das Feld für den Arbeitsort. Schreiben Sie es nicht, wenn Präsenztage vorgesehen sind; dann ist „Hybrid“ ehrlicher.
Wie finde ich die Suchbegriffe für meine Branche?
Mit einem Keyword-Werkzeug wie Semrush oder dem kostenlosen Google Trends: Geben Sie den Berufsnamen ein und vergleichen Sie Schreibweisen, deutsche und englische Varianten sowie Zusätze wie „remote“ oder „Teilzeit“. Schon fünf Minuten zeigen, welcher Titel gesucht wird.
Deutsche oder englische Stellentitel?
Nehmen Sie den Titel, unter dem Ihre Zielgruppe sucht. In Marketing, HR und Kundenservice sind englische Titel üblich; in Handwerk und Pflege deutsche.
Was bringt der Zusatz (m/w/d)?
Er macht die Ausschreibung geschlechtsneutral, wie es das AGG verlangt. Weglassen sollten Sie ihn deshalb nicht.
Suchvolumen und Suchergebnis-Merkmale: Semrush, Datenbank Deutschland.