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Stellenanzeige texten: Aufbau, Titel, Gehalt | Yura.to

Eine Stellenanzeige, die gefunden und gelesen wird: der richtige Jobtitel, Aufbau in fünf Blöcken, Gehaltsangabe und was man streichen sollte.

Eine Stellenanzeige hat zwei Leser: die Suche, die sie ausspielen muss, und den Menschen, der in zehn Sekunden entscheidet, ob er weiterliest. Beide wollen dasselbe – Klarheit –, und beide verlieren bei denselben Formulierungen das Interesse.

Der Titel entscheidet über die Sichtbarkeit

Gesucht wird nach dem üblichen Berufsnamen. Damit gilt:

  • Gängige Bezeichnung verwenden – „Elektroniker für Betriebstechnik (m/w/d)“, nicht „Energie-Held“.
  • Keine internen Kürzel und Ebenen. „Sachbearbeiter II EG9“ sucht niemand.
  • Höchstens eine Spezifizierung, wenn sie wirklich trennt: Branche, Schwerpunkt oder Ort – nicht alle drei.
  • (m/w/d) gehört dazu, sonst wird es ein AGG-Thema.
  • Fünf Blöcke, in dieser Reihenfolge

  • Worum es geht – zwei bis drei Sätze zur Rolle und zum Unternehmen. Kein Firmenporträt.
  • Aufgaben – vier bis sechs Punkte, konkret. „Betreuung eines festen Kundenstamms von rund 40 Betrieben“ statt „abwechslungsreiche Tätigkeiten“.
  • Anforderungen – getrennt in Muss und Wünschenswert. Diese Trennung ist der wirksamste Filter der ganzen Anzeige.
  • Was Sie bieten – konkret und prüfbar. Arbeitszeit, Homeoffice-Tage, Urlaubstage, Fahrzeug, Weiterbildung.
  • Wie es weitergeht – Ansprechpartner, Frist, Ablauf, erwartete Antwortzeit.
  • Gehalt nennen

    Eine Spanne im Text kostet fünf Minuten Abstimmung und spart viele unpassende Bewerbungen. Wer nichts nennt, wird mit Anzeigen verglichen, die es tun – und verliert diesen Vergleich meist schon vor dem ersten Kontakt. In der EU geht die Entwicklung ohnehin Richtung verpflichtender Transparenz; früh damit anzufangen ist kein Nachteil.

    Was ersatzlos gestrichen gehört

  • „Junges, dynamisches Team“ – Altersbezug, AGG-relevant.
  • „Flache Hierarchien“, „Obstkorb“, „familiäres Umfeld“ – steht in jeder zweiten Anzeige und unterscheidet nichts.
  • „Belastbarkeit“ als Anforderung – es liest sich als Warnung.
  • Anforderungslisten mit fünfzehn Punkten. Sie schrecken genau die Kandidaten ab, die ehrlich abgleichen.
  • „Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung“ ohne Angabe, was damit gemeint ist.
  • Länge und Form

    300 bis 500 Wörter reichen. Gelesen wird auf dem Handy: kurze Absätze, Listen, keine Tabellen, keine PDF-Anhänge. Der wichtigste Satz gehört nach oben, nicht ans Ende.

    Und danach

    Eine gute Anzeige erzeugt Bewerbungen und Rückfragen – und beides braucht eine schnelle Reaktion, sonst war der Aufwand umsonst. Die LinkedIn-Integration von Yura bestätigt Eingänge, beantwortet Fragen zu Ablauf, Frist und Ansprechpartner aus Ihren Vorgaben, gleicht Bewerbungen mit den Anforderungen der Stelle ab und übergibt sie mit Zusammenfassung. Für Bewerbungen per E-Mail übernimmt der KI-Mail-Assistent denselben Ablauf.

    Häufige Fragen

    Wie lang sollte eine Stellenanzeige sein?

    300 bis 500 Wörter. Alles darüber wird auf dem Handy nicht zu Ende gelesen.

    Muss ich das Gehalt angeben?

    Derzeit besteht in Deutschland keine allgemeine Pflicht für Anzeigen. Eine Spanne verbessert aber die Qualität der Bewerbungen messbar.

    Ist „(m/w/d)“ zwingend?

    Vorgeschrieben ist eine geschlechtsneutrale Ausschreibung. Der Zusatz ist der gängige, sichere Weg dorthin.

    Soll ich dieselbe Anzeige auf mehreren Portalen nutzen?

    Ja, aber den Titel jeweils an die dort übliche Bezeichnung anpassen.

    Wie merke ich, dass die Anzeige nicht funktioniert?

    Wenn viele sie ansehen und wenige sich bewerben, liegt es am Text. Sehen sie wenige an, liegt es am Titel oder am Standort.

    Weiterführend: der offizielle LinkedIn-Hilfebereich.

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