Trello Karten, Checklisten und Fristen nutzen | Yura.to
Trello-Karten richtig füllen: Beschreibung, Checklisten mit Verantwortlichen, Fristen und Labels – und wann eine Checkliste eine eigene Karte sein sollte.
Die Karte ist die eigentliche Arbeitseinheit in Trello. Wie viel sie enthält, entscheidet darüber, ob jemand anderes sie übernehmen kann, ohne nachzufragen. Hier steht, was in eine gute Karte gehört – und wo die Grenze liegt, ab der eine Checkliste besser eine eigene Karte wäre.
Karte anlegen und benennen
Unten in einer Liste auf + Karte hinzufügen klicken, Titel eingeben, mit Enter bestätigen – Trello bleibt im Eingabemodus, sodass Sie mehrere Karten hintereinander anlegen können.
Der Titel sollte mit einem Verb beginnen: „Angebot für Müller GmbH schreiben“ statt „Müller GmbH“. Im ersten Fall weiß jeder sofort, was zu tun ist; im zweiten muss man die Karte öffnen.
Die fünf Felder, die eine Karte übergabefähig machen
Checklisten
In der geöffneten Karte auf Checkliste klicken, benennen, dann Punkte eintragen. Zwei Funktionen, die viele übersehen:
Der Fortschrittsbalken über der Checkliste zeigt den Stand; mit Abgehakte Elemente ausblenden bleibt die Karte übersichtlich.
Wann eine Checkliste keine Checkliste mehr ist
Faustregel: Wenn ein Punkt mehrere Tage dauert, eine eigene Frist braucht oder von jemand anderem erledigt wird, gehört er auf eine eigene Karte. Checklisten sind für Schritte innerhalb einer Aufgabe – nicht für Aufgaben innerhalb eines Projekts. Eine Karte mit 25 Checklistenpunkten ist ein getarntes Projekt und blockiert die „In Arbeit“-Liste wochenlang.
Fälligkeitsdaten und Erinnerungen
Beim Setzen eines Fälligkeitsdatums lässt sich zusätzlich ein Startdatum und eine Erinnerung festlegen (z. B. „1 Tag vorher“). Die Erinnerung geht an alle Kartenmitglieder. Ohne Mitglied gibt es keine Erinnerung – das ist die häufigste Ursache für „ich habe nichts bekommen“.
Kommentare und @-Erwähnungen
Ein @Name im Kommentar benachrichtigt die Person direkt, auch wenn sie kein Mitglied der Karte ist. Das ist der richtige Weg für Rückfragen – besser als eine Chatnachricht, weil die Antwort bei der Karte bleibt und in drei Monaten noch auffindbar ist.
Der Bruch zwischen Gespräch und Karte
Alles oben Beschriebene setzt voraus, dass jemand die Karte anlegt. In der Praxis entsteht Arbeit im Telefonat, in der Mail, im Chat – und die Karte entsteht nur, wenn jemand sich hinterher daran erinnert. Der Aufgaben-Extraktor von Yura schließt genau diese Lücke: Er erkennt in Nachrichten, was eine Aufgabe ist, samt Frist und Verantwortlichem, und legt sie über die Trello-Integration mit ausgefüllter Beschreibung als Karte an.
Häufige Fragen
Kann ich eine Karte in mehrere Karten aufteilen?
Nicht automatisch. Legen Sie neue Karten an und verknüpfen Sie sie über Anhang → Karte, damit der Zusammenhang sichtbar bleibt.
Warum bekomme ich keine Erinnerung?
Sie sind kein Mitglied der Karte, oder die Benachrichtigungen sind im Profil deaktiviert. Erinnerungen gehen ausschließlich an Kartenmitglieder.
Wie viele Checklisten darf eine Karte haben?
Technisch mehrere. Praktisch gilt: Mehr als zwei Checklisten auf einer Karte sind ein Zeichen dafür, dass die Karte zu groß ist.
Kann ich erledigte Karten automatisch archivieren?
Ja, mit einer Butler-Regel – etwa „Wenn eine Karte in Erledigt liegt und 7 Tage nicht bewegt wurde, archiviere sie“. Dazu mehr im Automatisierungs-Artikel.
Was passiert beim Löschen einer Karte?
Karten müssen erst archiviert und können dann gelöscht werden. Das Löschen ist endgültig – auch Kommentare und Anhänge sind dann weg.
Weiterführend: die offizielle Trello-Hilfe von Atlassian.