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Teams Besprechung aufzeichnen und transkribieren | Yura.to

Teams-Meeting aufzeichnen: wer darf es, wo landet die Datei, wie lange bleibt sie – plus Transkription und Rechtslage in Deutschland.

Eine Teams-Besprechung aufzuzeichnen dauert zwei Klicks. Die Fragen danach dauern länger: Wo liegt die Datei, wer kommt dran, wann wird sie gelöscht – und darf man in Deutschland überhaupt aufzeichnen? Diese Anleitung geht beides durch, erst die Technik, dann die Rechtslage.

Aufzeichnung starten

  • Klicken Sie in der laufenden Besprechung oben auf Weitere Aktionen (drei Punkte).
  • Wählen Sie Aufzeichnung und Transkription → Aufzeichnung starten.
  • Alle Teilnehmer bekommen einen Hinweis im Besprechungsfenster, dass aufgezeichnet wird. Dieser Hinweis lässt sich nicht abschalten – und das ist gut so, denn er ist Teil der rechtlichen Absicherung.
  • Zum Beenden denselben Weg gehen: Weitere Aktionen → Aufzeichnung und Transkription → Aufzeichnung beenden. Endet die Besprechung, stoppt die Aufzeichnung automatisch.
  • Wer darf aufzeichnen?

    Standardmäßig der Organisator und Personen aus derselben Organisation, die als Referenten eingeladen sind. Gäste und externe Teilnehmer können nicht aufzeichnen. Fehlt der Menüpunkt, liegt es fast immer an einer der drei Ursachen: Der Administrator hat die Funktion in der Teams-Richtlinie deaktiviert, Sie sind als Teilnehmer statt als Referent eingeladen, oder es handelt sich um einen Anruf statt um eine geplante Besprechung.

    Wo die Aufzeichnung landet

  • Geplante Besprechung in einem Kanal: in SharePoint, im Ordner Recordings der Dokumentbibliothek des Teams.
  • Alle anderen Besprechungen: in OneDrive des Nutzers, der die Aufzeichnung gestartet hat, im Ordner Aufzeichnungen / Recordings.
  • Nach dem Ende der Besprechung erscheint die Datei im Chat der Besprechung – dort kommen die Teilnehmer am schnellsten dran. Der Link führt auf die Datei in OneDrive bzw. SharePoint, es wird also nichts doppelt gespeichert.

    Wie lange sie bleibt

    Microsoft löscht Besprechungsaufzeichnungen standardmäßig automatisch – in vielen Mandanten nach 60 Tagen. Der Wert ist eine Richtlinie und kann vom Administrator geändert oder abgeschaltet werden. Prüfen Sie das einmal im Unternehmen, bevor Sie sich darauf verlassen: Entweder verschwinden Aufzeichnungen, die jemand noch braucht, oder sie sammeln sich unbegrenzt an – beides ist ein Problem, nur ein unterschiedliches.

    Transkription: oft nützlicher als das Video

    Parallel zur Aufzeichnung – oder ganz ohne sie – lässt sich ein Transkript mitschreiben: Weitere Aktionen → Aufzeichnung und Transkription → Transkription starten. Teams erkennt die gesprochene Sprache (Deutsch wird unterstützt) und ordnet Redebeiträge den Namen zu.

    Das Transkript ist in der Praxis wertvoller als die Videodatei: Es ist durchsuchbar, lässt sich überfliegen und zitieren. Niemand schaut sich ein 50-Minuten-Video noch einmal an; eine Volltextsuche im Transkript dauert zehn Sekunden. Wichtig zu wissen: Sprecherzuordnung und Fachbegriffe sind nicht fehlerfrei – ein Transkript ist eine Arbeitsgrundlage, kein Wortprotokoll.

    Die Rechtslage in Deutschland

    Praxisübersicht, keine Rechtsberatung – im Zweifel prüft Ihre Datenschutzstelle den konkreten Fall.

  • Einwilligung ist der sichere Weg. Eine Videokonferenz aufzuzeichnen verarbeitet personenbezogene Daten (Bild, Stimme, Äußerungen). Der eingeblendete Hinweis von Teams informiert, ersetzt aber keine Einwilligung. Fragen Sie zu Beginn ausdrücklich und halten Sie die Antwort im Transkript oder Protokoll fest.
  • Heimliches Aufzeichnen ist tabu. Das Mitschneiden des nicht öffentlich gesprochenen Wortes ohne Wissen der Beteiligten ist nach § 201 StGB strafbar. Der Teams-Hinweis macht die Aufzeichnung sichtbar – wer ihn wegklickt, hat sie trotzdem gesehen.
  • Mitarbeitergespräche: In Unternehmen mit Betriebsrat ist die Aufzeichnung von Besprechungen in der Regel mitbestimmungspflichtig (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Klären Sie das einmal grundsätzlich, nicht pro Meeting.
  • Zweck und Frist festlegen. „Wir zeichnen auf, damit Abwesende nachschauen können, und löschen nach 30 Tagen“ ist eine saubere Ansage. „Wir zeichnen immer auf“ ist keine.
  • Wenn niemand die Aufzeichnung ansieht

    Das ist der Normalfall. Die Aufzeichnung beruhigt im Moment der Besprechung, aber die Nacharbeit bleibt: Wer macht was bis wann? Yura setzt genau dort an – der Teams-Integration folgend werden Besprechungsinhalte zusammengefasst, Aufgaben mit Verantwortlichem und Frist erkannt und als To-dos angelegt, statt dass jemand das Video noch einmal durchsieht. Verarbeitet wird auf Servern in Deutschland, mit Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO – Einzelheiten auf der Seite zum Datenschutz.

    Häufige Fragen

    Warum ist der Aufzeichnungsbutton ausgegraut?

    Meist hat der Administrator die Funktion in der Besprechungsrichtlinie deaktiviert, oder Sie sind Teilnehmer statt Referent. Bei Gästen und externen Teilnehmern ist der Button grundsätzlich nicht verfügbar.

    Können Teilnehmer die Aufzeichnung herunterladen?

    Das hängt an den Freigabeeinstellungen der Datei in OneDrive bzw. SharePoint. Standardmäßig können Personen aus der Organisation die Aufzeichnung ansehen; das Herunterladen lässt sich über die Freigabeoptionen einschränken.

    Wird der Chat mit aufgezeichnet?

    Nein. Die Aufzeichnung enthält Video, Audio und geteilte Bildschirminhalte. Der Besprechungschat bleibt separat im Teams-Chat erhalten.

    Kann ich nur transkribieren, ohne Video?

    Ja. Transkription und Aufzeichnung sind zwei getrennte Funktionen im selben Menü – starten Sie nur die Transkription, wenn Sie lediglich den Text brauchen. Das spart Speicher und ist datenschutzrechtlich der mildere Eingriff.

    Was passiert, wenn der Organisator die Besprechung verlässt?

    Die Aufzeichnung läuft weiter, solange die Besprechung aktiv ist. Sie endet automatisch, wenn alle Teilnehmer gegangen sind oder jemand sie ausdrücklich beendet.

    Weiterführend: die offizielle Microsoft-Teams-Hilfe.

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